Angst vor der Geburt Teil 1 – Wo kommt sie her?

Hast du Angst vor der Geburt? Oder: Hattest du schon mal Angst vor der Geburt? Wahrscheinlich schon – wenn du eine Frau bist (egal, ob Mama oder nicht), kennst du diese Angst wahrscheinlich.

Für manche Frauen ist die Angst größer, für andere kleiner. Und auf alle Fälle ist sie eines: sehr komplex. Es gibt so viele verschiedene Ängste, Gründe für Ängste und Gedanken dazu, dass dieser Blogartikel mindestens 2 Teile haben wird. Mal sehen, vielleicht kommen später noch mehr dazu. Du weißt ja: Ich habe viele Ideen 😉

Typische Ängste vor der Geburt

Wenn du noch nie ein Kind geboren hast, dann hast du wahrscheinlich zwei zentrale Ängste vor der Geburt:

1. Wird mein Kind die Geburt gesund überstehen?

2. Werde ich die Schmerzen aushalten können?

Außerdem sind deine Ängste wahrscheinlich diffus, wenn du noch nie eine Geburt erlebt hast: Was erwartet dich dabei? Wie wird es dir und deinem Kind gehen? Wie wirst du dich fühlen? Wirst du es schaffen?

Diese Ängste kommen daher, dass du sicher auch schon schlimme Geschichten gehört hast, die dir im Gedächtnis geblieben sind. Und dass Geburt eben etwas ist, womit du noch keine (oder nur wenige) Erfahrungen gemacht hast. Denn schließlich erleben wir andere Geburten in der Regel nicht mit (wenn wir nicht gerade eine Ärztin oder Hebamme sind). Dann ist es die Angst vor dem Unbekannten.

Wenn du schon eine Geburt erlebt hast, die schwierig war, dann ist für dich wahrscheinlich eine sehr große Angst, dass es wieder so werden könnte. Je nachdem, was dir passiert ist, wird sich deine Angst dann wahrscheinlich um Kontrollverlust, Verletzungen, Eingriffe, barsche Ärzte oder Hebammen oder die Trennung von deinem Kind drehen.

Und all diese Sorgen und Ängste sind normal und völlig nachvollziehbar. Du bist damit nicht alleine, sondern in wirklich guter Gesellschaft.

Warum ist die Angst vor der Geburt so verbreitet?

Wie schon gesagt: Wenn du eine Frau bist, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass du schon einmal irgendwann Angst vor der Geburt hattest. Das liegt daran, dass wir diese Angst schon ganz früh in unserem Leben mitbekommen. Man könnte fast sagen, mit der Muttermilch!

Vielleicht erinnerst du dich noch daran, wie deine Mama über deine Geburt gesprochen hat, als du ein Kind warst. Und sicher hast du auch schon viele Filme gesehen, in denen ein Kind geboren wurde. Sehr oft wird die Geburt darin dramatisch, laut und schmerzvoll dargestellt.

Hat dir das Angst gemacht? Ich habe solche Erinnerungen. Das sind die bewussten Annahmen über Geburt, die Angst machen.

Immer wieder stelle ich fest, dass sich Frauen unbedacht am Spielplatz über ihre Geburten austauschen und darüber sprechen, wie schlimm es war. Wie schwer. Und das alles in Hörweite der Kinder.

Daher kommen dann die unbewussten Annahmen in unseren Kindern, die ihre unbewussten Ängste triggern.

Versteh mich nicht falsch: Es ist absolut nachvollziehbar, dass sich Mamas darüber austauschen wollen. Und wo sonst, als bei Krabbeltreffen oder am Spielplatz? Anderswo trifft man sich ja selten mit kleinen Kindern!

Doch denke mal daran, wie oft es dir schon passiert ist, dass dein Kind deine Worte wiederholt hat, wobei du dachtest: Moment, woher weißt du das? Hast du das gehört?

Was wir sagen, kommt in ganz großem Maße bei unseren Kindern an, auch wenn es nicht für Kinderohren bestimmt ist. Diese Entdeckung wirst du in deinem Mama-Leben sicher noch häufiger machen!


Und warum habe ich anfangs von der Muttermilch gesprochen? Weil das Übernehmen sogar schon so früh anfängt. Eigentlich noch vor der Muttermilch.

Dein Baby spürt schon in der Schwangerschaft und auch während der Geburt, wenn du Ängste hast. Denn deine Ängste werden über Hormone und andere körperliche Veränderungen in deinem Körper repräsentiert, was spürbar ist für dein Kind.

Wenn du während der Geburt leidest und Ängste hast, dann wird dein Baby wahrscheinlich auch Angst verspüren. Und es kann schon in diesem Moment tief im Unterbewusstsein verankern: Geburt ist Angst und Gefahr.

Und auch nach der Geburt wird dein Baby deine Ängste immer sehr genau spüren. Es empfängt sie quasi mit der Muttermilch.

Puh – so ein Mist. Sitzt die Angst jetzt so tief?

Die Erkenntnis, dass die Angst vor der Geburt so tief sitzt und sowohl bewusst als auch unbewusst fest verankert sein kann, ist natürlich nicht besonders schön. Das klingt ja, als ob man da gar nichts machen kann.

Doch man kann etwas machen. Und man sollte auch. Denn wenn die Ängste nicht gelöst werden, dann kann es passieren, dass sie während der Geburt plötzlich über dich hereinbrechen.

Wenn du bereits eine Geburt erlebt hast, die für dich keine schöne Erfahrung war, dann ist es wahrscheinlich, dass du bei der nächsten Geburt genau daran wieder erinnert wirst.

Zumindest, wenn du dein Erlebnis nicht aufgearbeitet hast. Denn diese Erfahrung blieb in deinem Körper gespeichert und wird wieder aktiviert, sobald sich die gleichen körperlichen Anzeichen zeigen, wie damals.

Damit können dann auch unangenehme Gefühle wieder aktiviert werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass du dann während der Geburt in große Angst gerätst.

Und auch, wenn du keine bewussten Erinnerungen hast, weil es deine erste Geburt ist, dann kann es sein, dass du plötzlich Angst bekommst. Wenn du bewusst oder unbewusst negative Vorstellungen darüber gespeichert hast, wie Geburt abläuft, wirst du bei der Geburt fast automatisch ängstlich und angespannt werden.

Was mache ich nun mit der Angst vor der Geburt, um sie loszuwerden?

Wahrscheinlich fragst du dich jetzt, wie du die Angst loswerden kannst und verhindern kannst, dass sie dich blockiert. Genau auf diese Frage gehe ich im zweiten Teil 2 dieses Blogartikels ein: Angst vor der Geburt Teil 2 – Wo führt sie hin?

Lass mich doch gerne hier im Kommentar oder bei Instagram unter dem entsprechenden Post wissen, welche Angst vor der Geburt dich plagt!

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